Dante Alighieri oder Alighiero, getauft als Durante di Alighiero degli Alighieri, oft auch kurz nur Dante genannt, aus der Familie der Alighieri (Florenz, zwischen 22. Mai und 13. Juni 1265 – Ravenna, 14. September 1321), war ein italienischer Dichter, Schriftsteller und Politiker.
Er gilt als Vater der italienischen Sprache. Sein Ruhm gründet sich vor allem auf seine “Comedìa”, berühmt geworden als “Divina Commedia” oder Göttliche Komödie. Sie wird allgemein als das größte Werk betrachtet, das je in italienischer Sprache verfasst wurde, ja als eines DER Meisterwerke der Weltliteratur. Ausdruck der mittelalterlichen Kultur und Musterbeispiel des lyrischen “Dolce stil novo”, ist die Göttliche Komödie auch eine Allegorie auf die Erlösung des Menschen und schildert die Dramen der Verdammten, die Qualen der Armen Seelen im Fegfeuer und die Wonnen des Himmels, wobei Dante dem Leser ein bis dahin unerhörtes Panorama der letzten moralischen und ethischen Fragen eröffnet. Bedeutender Sprachgelehrter, Staatstheoretiker und Philosoph, lotete Dante das ganze menschliche Wissen seiner Zeit aus und prägte nachhaltig die italienische Literatur der folgenden Jahrhunderte, ja sogar die ganze abendländische Kultur, weshalb man ihn auch den “Sommo Poeta” nannte, den Dichter aller Dichter. Heute ist Dante, der in einem 1780 von Camillo Morigia errichteten Grabmal in Ravenna ruht, zu einem der Symbole Italiens in der Welt geworden.
Dante schrieb sowohl auf Latein (De vulgari eloquentia, De Monarchia, Quaestio de aqua et terra, Epistolae und Epistola XIII an Cangrande della Scala, Eclogae) wie auch auf Italienisch (Il convivio, La vita nova, Il fiore und Il detto d’Amore, Le rime, die Göttliche Komödie).